Geschichte

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Leichte Sprache

Mittwoch, Oktober 7th, 2009
27. September 2009, Bundestagswahl. Keine Frage, als guter Staatsbürger komme ich natürlich meiner Pflicht zur Wahl des Bundestags nach. Und damit ich auch die für mich richtigen Interessenvertreter wähle, informiere ich mich natürlich über die Programme der Parteien. Und dabei gab’s eine faustdicke Überraschung.

Leichte Sprache! SPD, Grüne und die FDP präsentierten ihr Programm in Leichter Sprache. Zuerst stieß ich bei der FDP auf diesen “Wahl”-Comic… und tatsächlich hielt ich das Dokument zuerst für einen Fake. Für das Resultat eines Hackerangriffs, für einen schlechten Scherz, eine gefloppte Marketingaktion. Erst als ich bei den anderen beiden Parteien ebenfalls mit Leichter Sprache konfrontiert wurde, dämmert mir so langsam, dass das ernst gemeint war.

Hier ein paar Auszüge in Leichter Sprache:
  • “Das sind die wichtigsten Dinge aus dem Wahl-Programm in Leichter Sprache. Aber nur das Original-Wahlprogramm ist wirklich gültig.” [Die Grünen]
  • “Bio bedeutet: Das ist gesundes Essen. Das Gemüse und Obst wächst ganz natürlich. Ohne ungesunde Mittel, damit Äpfel besser aussehen. Oder Erdbeeren größer werden. Oder nicht so viel Unkraut zwischen dem Gemüse wächst” [Die Grünen]
  • “Wir wollen andere Wege in der Wirtschaft: Die Wirtschaft soll auch an die Zukunft denken. Wir wollen klare Regeln für die Wirtschaft. Die Chefs sollen nicht mehr so viel Geld bekommen. Und die Betriebe und Banken müssen sich auch um die Menschen kümmern. Wir wollen auch mehr Arbeits-Plätze in kleinen Betrieben und Firmen.” [SPD]
  • “Das ist Deutschland. Deutschland hat kein Gold, keine Diamenten und kein Erdöl.” [FDP]
  • “Viele Länder mögen sich nicht. Manche führen sogar Krieg. Wir wollen, dass sie damit aufhören.” [FDP]

Meine Meinung: Nirgends wird so viel gelogen wie im Krieg, der Liebe und dem Wahlkampf. So gesehen haben die platten Aussagen ja durchaus einen gewissen Charme. Unbestritten ist auch, dass die deutsche Sprache nicht leicht ist und das Leichte Sprache für einige Menschen notwendig ist, damit sie überhaupt am politischen Diskurs teilnehmen können. Trotzdem bleibt hier ein Beigeschmack. Wenn Leichte Sprache in Zukunft die Messlatte für Wahlkampf wird (falls sie es nicht schon ist?!), wird mir Angst und Bang. Sollten in der Zukunft wirklich Wahlen mit Aussagen vom Kaliber “Bio bedeutet gesund” gewonnen werden können?

Im Bundestagswahlkamp 2009 total angesagt: Leichte Sprache

Im Bundestagswahlkamp 2009 total angesagt: Leichte Sprache

Ein  Schmankerl noch am Rande. Die FDP kündigte ihr Wahlprogramm in Leichter Sprache so an: “Behindertengerecht – das FDP-Programm in Bildern”. Ob das das Bild der FDP von Menschen mit Behinderung ist? Honi soit qui mal y pense… achja, einen Screenshot vom 27.09.09 hatte ich zufällig noch zur Hand – zum Vergrößern einfach das Bild anklicken.

Mehr Leichte Sprache:

Robert hat sein Taschenmesser mitgebracht

Freitag, Juli 24th, 2009

Die Zeiten ändern sich… das ist so. Manche Veränderung kommt einem heute ganz normal vor – aber “normal” war längst nicht immer normal. Wie seltsam sich der Umgang mit unserer nachwachsenden Generation verändert hat, zeigt die folgende Geschichte.

Szenario: Robert schießt eine Fensterscheibe ein und kriegt deshalb von seinem Vater eine Ohrfeige.

1973 – Robert passt jetzt besser auf, wird erwachsen und führt ein normales Leben.

Heute – Roberts Vater wird wegen Kindesmisshandlung eingesperrt. Robert wird der Mutter weggenommen und in ein Heim für Prügelkinder gesteckt. Roberts kleine Schwester wird vom Psychologen suggeriert, dass sie auch misshandelt wurde. Der Vater kommt nie wieder aus dem Knast und die Mutter fängt ein Verhältnis mit dem Psychologen an.

Mehr dieser Geschichten und die Antwort auf die Frage, was es mit Roberts Taschenmesser auf sich hat, gibt es hier (Powerpoint, 100kB).

Die FED-Tragikomödie

Freitag, Mai 8th, 2009

Am 03.04.2005 erschien ein Artikel von Andreas Clauss, Geschäftsführer der Novertis Invest GmbH, im Querdenkerverteiler des Verlegers H.-W. Graf. Der Artikel beschreibt unterhaltsam, verständlich und angenehm kritisch das System “Federal Reserve”.

Zum Artikel gehts hier lang: Die FED-Tragikomödie

Tätigkeitbericht des Bayerischen Datenschutzbeauftragten 2001/2002

Sonntag, Februar 15th, 2009

In diesem Bericht beschreibt ein Landesdatenschutzbeauftragter, wie sich die Arbeitsweisen von Polizei und Verfassungsschutz in Bayern nach dem 11. September 2001 entwickelt haben. Hier wird von offensichtlichen Verfassungs- und Gesetzesbrüchen berichtet, die direkt vor unserer Haustür passieren. Ich habe den Bericht hier archiviert, um ihn auch für die Zukunft einigermaßen verfügbar zu halten. Man weiss ja nie, ob so ein Datenschutzbeauftragter nicht auch irgendwann mal wegen zu kritischer Berichterstattung ausgewechselt wird…

Der zweite Golfkrieg

Sonntag, Februar 15th, 2009

Der zweite Golfkrieg war beängstigend wie beeindruckend zugleich. George W. Bush lehrte uns den Nutzen präventiver Verteidigungskriege und kam damit sogar vor der Weltöffentlichkeit durch. Die Koalition der Willigen wirkte streckenweise ebenso lächerlich wie ihr Name… und das, obwohl einigermaßen ernstzunehmende Nationen in dieser Koalition vertreten waren.

All dies war für mich Grund genug, zwischen November 2002 und August 2003 besonders genau hinzusehen. Was genau in diesen Tagen passierte, habe ich in einem Beitrag zusammengefasst.

Der zweite Golfkrieg: http://ditze.net/der-zweite-golfkrieg/

Linux – wie es begann

Sonntag, Februar 15th, 2009

Linux Tux LogoMit diesem Usenet-Posting wies Linus Torvalds am 05.10.1991 die Welt erstmals darauf hin, dass er dabei sei, ein System von einem Hacker für Hacker geschaffen zu haben. Damals sagte er, dass er noch nicht so genau wisse, was man nun damit machen könne, die Arbeit daran habe aber sehr viel Spaß gemacht. Etwa 12 Jahre später hält das System unter dem Namen Linux laut META-Group einen Anteil von 12% als Betriebssystem in Serverumgebungen. Zur Erinnerung daran, wie klein und unscheinbar das “Linux”-Projekt seinerzeit startete, archiviere ich an dieser Stelle das historische Posting.


From: torvalds@klaava.Helsinki.FI (Linus Benedict Torvalds)
Newsgroups: comp.os.minix
Subject: Free minix-like kernel sources for 386-AT
Keywords: 386, preliminary version
Message-ID: <1991Oct5.054106.4647@klaava.Helsinki.FI>
Date: 5 Oct 91 05:41:06 GMT
Organization: University of Helsinki
Lines: 55

Do you pine for the nice days of minix-1.1, when men were men and wrote
their own device drivers? Are you without a nice project and just dying
to cut your teeth on a OS you can try to modify for your needs? Are you
finding it frustrating when everything works on minix? No more all-
nighters to get a nifty program working? Then this post might be just
for you :-)

As I mentioned a month(?) ago, I’m working on a free version of a
minix-lookalike for AT-386 computers. It has finally reached the stage
where it’s even usable (though may not be depending on what you want),
and I am willing to put out the sources for wider distribution. It is
just version 0.02 (+1 (very small) patch already), but I’ve successfully
run bash/gcc/gnu-make/gnu-sed/compress etc under it.

Sources for this pet project of mine can be found at nic.funet.fi
(128.214.6.100) in the directory /pub/OS/Linux. The directory also
contains some README-file and a couple of binaries to work under linux
(bash, update and gcc, what more can you ask for :-) . Full kernel
source is provided, as no minix code has been used. Library sources are
only partially free, so that cannot be distributed currently. The
system is able to compile “as-is” and has been known to work. Heh.
Sources to the binaries (bash and gcc) can be found at the same place in
/pub/gnu.

ALERT! WARNING! NOTE! These sources still need minix-386 to be compiled
(and gcc-1.40, possibly 1.37.1, haven’t tested), and you need minix to
set it up if you want to run it, so it is not yet a standalone system
for those of you without minix. I’m working on it. You also need to be
something of a hacker to set it up (?), so for those hoping for an
alternative to minix-386, please ignore me. It is currently meant for
hackers interested in operating systems and 386′s with access to minix.

The system needs an AT-compatible harddisk (IDE is fine) and EGA/VGA. If
you are still interested, please ftp the README/RELNOTES, and/or mail me
for additional info.

I can (well, almost) hear you asking yourselves “why?”. Hurd will be
out in a year (or two, or next month, who knows), and I’ve already got
minix. This is a program for hackers by a hacker. I’ve enjouyed doing
it, and somebody might enjoy looking at it and even modifying it for
their own needs. It is still small enough to understand, use and
modify, and I’m looking forward to any comments you might have.

I’m also interested in hearing from anybody who has written any of the
utilities/library functions for minix. If your efforts are freely
distributable (under copyright or even public domain), I’d like to hear
from you, so I can add them to the system. I’m using Earl Chews estdio
right now (thanks for a nice and working system Earl), and similar works
will be very wellcome. Your (C)’s will of course be left intact. Drop me
a line if you are willing to let me use your code.

Linus

PS. to PHIL NELSON! I’m unable to get through to you, and keep getting
“forward error – strawberry unknown domain” or something.

Ein Ritt durch Tschernobyl

Dienstag, Dezember 30th, 2008

KiddofspeedAm 26.04.1986 kam es im russischen Tschernobyl zu einem Super-GAU – das dortige Atomkraftwerk explodierte und
hinterließ eine der größten Umweltkatastrophen unserer Zeit.
Durch die hohe radioaktive Belastung blieb eine verlassene, geisterhafte Gegend zurück.

Eine junge Frau namens Elena aka Kidofspeed machte mehrere Ausflüge in die Todeszone um Tschernobyl. Elena sagt über
sich selbst “My name is Elena. I run this website and I don’t have anything to sell. What I do have is my motorbike and the absolute freedom to ride it wherever curiosity and the speed demon take me. “

Die Fotodokumentationen und ihre Reiseberichte finden sich hier: http://www.kiddofspeed.com/default.htm

Reisebericht ins nördliche Ostpreußen im Mai 1999

Montag, Dezember 29th, 2008

In der Zeit vom 21. bis 29. Mai 1999 fuhr Frau Friedel Kaul aus Gießen ins nörliche Ostpreußen. Ihr Bericht beschreibt, welche Eindrücke und Erfahrungen die Autorin bei Ihrer Reise nach Polen auf den Spuren Ihrer alten Heimat gemacht hat. Dieser Reisebericht ist bereits der zweite seiner Art, zum vorangegangenen Bericht geht es hier.
Da ich den Bericht zu schade fand um ihn in staubigen Schubladen vergilben zu lassen, habe ich ihn eingescannt und hier abgelegt. Bei Fragen oder Anmerkungen zu dem Bericht steht die Autorin gerne zur Verfügung.

Reisebericht ins nördliche Ostpreußen: http://ditze.net/reisebericht-ins-nordliche-ostpreusen-im-mai-1999/

Reisebericht ins südliche Ostpreußen im April 1993

Montag, Dezember 29th, 2008

In der Zeit vom 08. bis 14. April 1993 bereiste Frau Friedel Kaul aus Gießen das südliche, polnisch besetzte Gebiet Ostpreußens. Der Bericht ist der erste von zwei Berichten, einen Reisebericht ins nördliche Ostpreußen findet sich hier. Bei Fragen oder Anmerkungen zu dem Bericht steht die Autorin gerne zur Verfügung.

Reisebericht ins südliche Ostpreußen: http://ditze.net/reisebericht-ins-sudliche-ostpreusen-im-april-1993/

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