Leben

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Zeitkapseln erfolgreich vergraben

Montag, Juni 1st, 2009

Der vergangene Samstag verlief so wie geplant. Am Nachmittag wurden allerhand Briefe, Zeitungen, Gegenstände und sonstige Hinterlassenschaften für die Nachwelt zusammengetragen. Die Utensilien wurden auf zwei Zeitkapseln verteilt (1.000 Jahre, 25 Jahre) und anschließend ordentlich verpackt. Beim Verpacken kamen robuste Müllsäcke, ein paar Meter Teichfolie und jede Menge Panzerband zum Einsatz.

Standort der Kapseln:

  • Kapsel 1 (1.000 Jahre) liegt etwa 1,5m tief und ca. 1,5m entfernt vom Stamm des Walnußbaum.
  • Kapsel 2 (25 Jahre) liegt nur etwa 70cm tief und ca. 70cm entfernt vom Stamm des Walnußbaums.
  • GPS sagt, die Kapseln liegen hier: E8.75975°, N60.92711°, 263°.

An dieser Stelle möchte ich der gesamten Runde noch gerne meine Anerkennung für das tolle Teamplay aussprechen. Bewirtung, Kapselfüllung, Dokumentation, Verpackung, Buddeln, Babysitten … u.v.m. klappte wunderbar - so machte das richtig Spaß.

Ein paar Fotos von der Veranstaltung findet ihr bereits hier vorab – die gesamte Bilderladung folgt in den nächsten zwei Wochen im Fotoarchiv.

Die Zeitkapseln sind startklar

Mittwoch, Mai 27th, 2009

In wenigen Tagen geht’s los – wir bringen unsere Hinterlassenschaft für die Menschheit unter die Erde.

Die Zeitkapseln sind startklarHier das Programm:

  • kommenden Samstag um 14.00 Uhr geht’s los
  • wir befüllen gemeinsam die Kapseln (25 Jahre / 1.000 Jahre)
  • wir schießen noch ein paar Fotos (die kommen natürlich noch mit in die Kapseln)
  • wir amüsieren uns bei Kaffee und Kuchen
  • wir tüten die Kapseln ein (ein paar Schutzhüllen müssen für die lange Reise schon sein)
  • wir bringen die 1.000-Jahre-Kapseln unter die Erde und schippen… schippen… schippen…
  • wir bringen die 25-Jahre-Kapseln nicht ganz so tief unter die Erde und schippen erneut…
  • wir pflanzen einen Walnussbaum ein
  • …und dann beginnt der gemütliche Teil ;-)
  • für Abendessen ist ebenfalls gesorgt, niemand soll wegen Hungers verfrüht abreisen müssen

Die Zeitkapseln:

Hier ein Bild der Zeitkapseln. Es kann fast alles mitkommen, was dort herein passt (ausgenommen Lebensmittel und anderes Bio-Zeug). Falls jemand Ausgedrucktes mit an Bord geben will, nutzt am besten säurefreies Papier und laminiert es ein. Für alle Fälle haben wir am Samstag natürlich auch einen Laminator vor Ort.

Tipp: Der 30.05.2034 ist ein Dienstag. Wer beim ausbuddeln in 25 Jahren mit dabei sein möchte, sollte rechtzeitig Urlaub beantragen ;-)

Zeitkapsel-Gartenparty am 30.05.2009

Sonntag, Mai 10th, 2009

Am 30.05.2009 werden meine liebe Frau, meine hochverehrte Tochter und ich eine kleine Gartenparty veranstalten. Bei dieser Gelegenheit wollen wir einen Walnussbaum pflanzen (besten Dank vorab an Katjas Papa) und zwei Zeitkapseln vergraben. Ja, richtig gelesen, Zeitkapseln. Der Plan ist zwar noch im Entstehen, ein paar Eckdaten sind aber schon fest:

  • Es werden mindestens zwei Gefäße zum Einsatz kommen, vermutlich Transportkisten des Militärs.
  • Eine der Zeitkapseln soll in zwei Metern Tiefe nahezu “für ewig” deponiert bleiben… zumindest für sehr lange.
  • Eine weitere Zeitkapsel soll in etwa einem Meter Tiefe bleiben und in 25 Jahren wieder ausgebuddelt werden – man braucht ja noch Ziele ;-)
  • Eine kleine Granitplatte soll daran erinnern, dass hier etwas liegt.
  • Ein schöner Walnussbaum in unmittelbarer Nähe soll dafür sorgen, dass die Kapseln nicht zu früh ausgegraben werden.

Zwei Zeitkapseln sollen hier vergraben werden.

Das Thema wird mich noch ein paar Tage auf Trapp halten, mehr dazu gibts in den nächsten Tagen hier im Blog.

Wer selber eine Zeitkapsel bauen will, findet hier einen kleinen HowTo, was dabei zu beachten ist.

“Bis zum nächsten TÜV hält das noch…”

Montag, Mai 4th, 2009

auspuffLetzten Mittwoch war es mal wieder soweit… raus aus dem Alltagstrott, stattdessen endlich mal ‘was Neues. Zum Beispiel ein Spaziergang am Rande der Bundesstraße.

Der Reihe nach: Wir haben einen nicht-mehr-ganz-taufrischen Fiat Marea ELX. Das Auto dient zwar eigentlich “nur” noch als Einkaufstasche für meine liebe Frau, aber ab und an müssen auch solche Autos gewartet werden. Gesagt, getan, der Werkstattmeister wurde instruiert mit den Worten “mache das ‘was nötig ist”. Nach ein paar Tagen kam dann die Rückmeldung: “Die Bremsen sind neu”, “ein paar Kleinigkeiten sind gefixt”, … achja … “aber am klapprigen Auspuff haben wir nichts gemacht. Der hält ja noch bis zum nächsten TÜV im September.”

Wahrscheinlich hätte der Auspuff auch noch bis zum nächsten September gehalten, sofern das Auto nicht (von mir?) gefahren worden wäre. Sei’s drum, letzten Mittwoch ergab es sich nunmal, dass ich mit dem Fiat zur Arbeit fahren durfte (im anderen Auto waren noch sämtliche Kinderutensilien deponiert, die frau noch am selben Tag benötigte). Lange Rede, kurzer Sinn: Auf dem Weg zur Arbeit tut’s einen Schlag und hinter mir fangen die Menschen mit unübersehbaren Lichthupen an. Ein deutliches Zeichen für: Der Tag und die Terminplanung ist im Eimer.

Zum Glück meinte es das Schicksal gut mit mir: Problemlos kam ich auf den Standstreifen und konnte den ADAC rufen, der auch kurz darauf kam. Sogar Warndreieck und Rettungsweste waren dort, wo sie sein sollten, eigentlich alles perfekt. Lediglich der gute Mann vom ADAC ließ mich dann nochmal stutzig werden. Anstelle eines Abschleppers kam “nur” ein Monteur, der mir den Auspuff kurzerhand entfernte und mich mit den Worten entließ: “Damit können Sie noch bis nach Hause fahren. Das geht schon, ihr Tank ist ja immer noch von einem Blech geschützt.”

Die unbedachte(?) Wortwahl des Mechanikers ließ mich aufhorchen, denn ich verstand ihn so: “Ja Herr Ditze, Sie können jetzt natürlich unbesorgt nach Hause fahren. Ihr 60-Liter-mit-hochexplosiven-Superbleifrei-gefüllter-Tank wird ja immerhin von 5mm italienischem Qualitätsblech gesichert”. Obwohl ich nicht erwartete, dass mein Auto und ich in einem spektakulärem Feuerball explodieren würden, fuhr ich auf der Rückfahrt doch noch etwas defensiver. Bei der Rückfahrt wäre der Auspuff sicher nicht abgefallen…

Rabeneltern kaufen Haberpuppen

Dienstag, April 28th, 2009

Elternzeit… das ist die Zeit, in der mann älter wird. Bei dem Versuch, unsere kleine Tochter wohlbehütet ins Leben zu bringen, wollen natürlich auch meine liebe Frau und ich alles perfekt machen. Wir kaufen Biobrei, Biobananen, hautschonendes Shampoo ohne Wirk- und sonstige Inhaltsstoffe, calciumarmes Mineralwasser und Lilly, die liebe Schwester von Lottenatürlich pädagogisch wertvolles Spielzeug.

Zu Weihnachten wurde Lilly ein Mitglied unserer Familie, eine kleine süße Stoffpuppe von Habermaaß. Für alle nicht-Väter sei hier der Form halber erwähnt, dass viele Menschen (und fast alle Mütter) auf dem Standpunkt stehen, “Habermaaß ist gut.” Diese Meinung sollten wir Väter natürlich tunlichst übernehmen.

Heute nun erreichte uns das neue “Jahrbuch Kleinkinder” von Ökotest. Für nicht-Väter: Wenn man ein Kind bekommen hat, wird so ein Abo pflicht. Sei’s drum: In diesem Jahrbuch steht nun über Lillys böse Schwester(?) Lotta: Prüfurteil ungenügend!

  • Die Haare können verschluckt werden… ok, dass ist ein Argument.
  • Die Schnürsenkel der Puppe überschreiten die in DIN ISO EN 0815 festgelegte Maximallänge für Kinderpuppenschnürsenkel um mehrere Millimeter. Es droht Strangulierungsgefahr! Strangulierungsgefahr!!!
  • Zuviele zinnorganische Verbindungen… das sind laut Google so mit die gefährlichsten Chemikalien der Welt. Oh Gott, wir sind Rabeneltern.

Was bleibt? Lilly gehört mittlerweile schon irgendwie zur Familie oder zumindest zum ständigen Inventar der Spielzeugkiste. Ein Austausch kommt nicht in Frage, denn einerseits würde die hochverehrte Tochter dies natürlich bemerken und nicht tolerieren, andererseits mangelt es aber auch an Austauschprodukten. Die Ökotester bieten nur eine Alternative ein: Nanchen Natur Mops rosa. Schon der Name klingt nicht so, als sollte ein liebender Vater so etwas schenken. Achja, und Nanchen hat natürlich auch Killerschnürsenkel, allerdings lösen sie sich erst ab 40 Newton Kraftaufwand.

Mein Fazit: Rabeneltern kaufen Haberpuppen.

Lambada im Badezimmer

Montag, April 27th, 2009

Neulich morgens, 07.15 Uhr,  Lambada-Seehund-Nachttopfmache mich fertig für den Weg zur Arbeit. Höre aus dem Badezimmer eine vertraute, wenn auch unerwartete Melodie. Lambada! Aus-dem-Badezimmer, wohlgemerkt um kurz nach sieben am frühen Morgen.

Ich vergewisserte mich schnell, ob ich möglicherweise im falschen Hausflur oder vielleicht noch im Traumland bin. Pustekuchen, alles normal. Normal… was ist schon normal.

Ein Blick ins Badezimmer brachte dann die Antwort: Meine liebe Frau hatte für meine hochverehrte Tochter (14 Monate) einen Nachttopf gekauft. Aber da Kleinkinder des 21. Jahrhunderts nicht einfach in eine Plastikschüssel ka… machen, sondern ihre Geschäfte in unterhaltsamer Atmosphäre verrichten wollen, hat die Industrie sich ein Herz gefasst und fröhlich trällernde Nachttöpfe im Robbe-Robby-Seehund-Look erstellt. Da saßen also meine beiden Damen, erfreut im Badezimmer auf dem Fußboden, die eine fröhlich ob der physischen Katharsis, die andere erfreut, dass der erste Toilettengang so gut klappte.

Morgens, kurz vor halb acht, in Deutschland.