Leben
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Planung der 750 Jahr Feier am 26.1.2012
Freitag, Januar 20th, 20121. Mellnauer Team Activity Tag
Sonntag, Januar 15th, 2012Bürgerversammlung am 2.2.12 in Mellnau
Dienstag, Januar 10th, 2012Das Jahr hat kaum angefangen, da brodelt es in der Gerüchteküche. Der Kreis Marburg-Biedenkopf hat angeblich kein Geld mehr, um die Kreisstraße 1 zu unterhalten – und will die Straße zwischen Mellnau und Simtshausen in einen Feldweg umwandeln. Und dann gibt’s da noch die neuen Windkraftanlagen, die im Westen Mellnaus auf dem Galgenberg gebaut werden sollen. 120 Meter hoch, mindestens neun Stück, vielleicht auch zwölf. Achja, und ein neuer Bürgermeister will auch demnächst gewählt werden. Da lohnt sich doch mal eine Bürgerversammlung.
Bürgerversammlung am 2.2.12
ab 19 Uhr
im DGH Mellnau
Die Themen im Einzelnen:
- Windkraftanlage am Galgenberg
- Umwidmung der K1 nach Simtshausen
- Auswirkungen auf die Anlieger von Mellnau
- Vorstellung der neuen Bürgermeisterkandidaten
Mr. Motzki
Mittwoch, Dezember 28th, 2011Neue Zeitkapsel gestartet
Donnerstag, Dezember 22nd, 2011Bei mir daheim wird in diesen Tagen gebohrt, geschraubt und gehämmert. Die Garage bekommt einen Dachboden verpasst – und just beim Einziehen der Zwischendecke kam mir die Idee: “da passt doch noch eine Zeitkapsel mit rein.” Gesagt, getan: heute Nachmittag holte ich eine meiner vorrätigen Zeitkapseln Marke Bundeswehr-Panzerfaust-Übungsmunition-Behälter vom Speicher und bastelte eine kleine Montageschiene für die Kapsel in die Deckenkonstruktion.
Heute Abend dann stand die Befüllung auf dem Programm, diesmal mit allerlei zeitgenössischem Kram (diverse Zeitschriften, Zeitungen, ein paar alte Bücher). Ich gehe nicht davon aus, dass ich die Zeitkapsel sobald wieder zu Gesicht bekomme: der Inhalt der Zwischendecke wird wohl erst beim Abriss oder nach einem Großbrand zum Vorschein kommen – beides werde ich hoffentlich nicht miterleben. Gegen 23 Uhr hatte ich dann das Vergnügen, im Beisein meines Weihnachtsbaums die neue Zeitkapsel auf die Reise zu schicken.
Wohnungslos
Montag, November 28th, 2011Schon seltsam, das Leben in diesen Tagen. Kürzlich ist doch glatt einem Kollegen nachts um drei Uhr die Wohnung ausgebrannt – puff, weg war sie und mit ihr alles darin. Der materielle Teil des Lebens erfährt dann einfach mal so einen Reset… keine Fotos, keine alten Liebesbriefe, keine Bücher, kein gar nichts. Eine Zäsur allerersten Ranges. Glück im Unglück: alle Kollegen der Firma waren vom Unglück des Kolllegen betroffen – und haben mit Rat&Tat und handfesten Spenden dazu beigetragen, den Start ins “neue” Leben zumindest etwas zu erleichtern. Toll!
Heute nun “brannte” es wieder: diesmal in meiner Twitter-Timeline. Ich glaube nicht an Zufälle, also sollte ich wohl dem Link folgen, der mich zum Beitrag der Berliner Bloggerin Creezy geführt hat. Die gute Frau wird gerade zerrieben… hat sich aufgegeben… und sieht nur noch die Spirale abwärts.
Über diese Spirale wird in meinem Freundeskreis ab und an gesprochen – mancher meint, dass unsere Sozial- und Wirtschaftsordnung (=>letztlich der Staat und wir alle) diese Entwicklung begünstigt oder zumindest toleriert. Ich bin geneigt, dem zu glauben, zumindest hat mich meine Selbstständigkeit auch so manches Mal existenziell ins Schwitzen gebracht.
Wie dem auch sei: hier ist eine engagierte Frau, die für sich kein Land mehr sieht – und die meiner Meinung nach etwas “Glück” im bereits passierten Unglück haben sollte. Denn: ob selbst verschuldet oder nicht, etwas Hilfe schadet hier nicht. Zu Creezys Beitrag geht’s hier lang – und ja, es darf auch gespendet werden
Deutschland ist kein souveräner Staat
Dienstag, November 22nd, 2011Ich bin kein Freund von Details. Ich bin aber immer wieder überrascht, wie sich scheinbar selbstverständliche Dinge in Wohlgefallen auflösen, wenn man sich mal ein bisschen mit Details beschäftigt. Mein heutiges Detail: die Souveränität Deutschlands.
Der Souverän in Deutschland ist ja -- angeblich -- das Volk. In diesem Glauben wachsen die meisten von uns auf. Wer Souverän ist, sollte somit auch über Souveränität verfügen, er sollte also die Möglichkeit haben, sich ohne Fremdbestimmung selbst entscheiden zu können.
Umso verblüffender, welche Weisheit uns Bundesfinanzminister Wolfang Schäuble am 18. November 2011 zuteil werden lies. Der alte Jurist und Politprofi, der auch schon den Vertrag zur Deutschen Einheit mit ausgehandelt hat, gab unverblümt und öffentlich zu: “wir in Deuschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll Souverän gewesen.”
Was also meint unser Bundesfinanzminister, wenn er sagt, dass wir nicht souverän seien? Regieren die USA, Russland, die Franzosen oder die Engländer heimlich mit? Ist die Deutsche Karte oder gar die ominöse Kanzlerakte noch aktuell? Die Antwort gab kürzlich der russische Sicherheitsexperte Alexej Fenenko unter Verweis auf den Bonner Vertrag von 1952 und dem 2+4 Vertrag.
Problem 1: der 2+4 Vertrag zwischen der BRD und der DDR sowie den vier Siegermächten ist juristisch kein Friedensvertrag. Daraus folgt, dass die Bonner Verträge von 1952 (und aktualisiert in 1954) noch gelten. Und der führt uns zu Problem 2.
Problem 2: Artikel 2 des Bonner Vertrags von 1952:
- (1) Die Drei Mächte behalten im Hinblick auf die internationale Lage die bisher von ihnen ausgeübten oder innegehabten Rechte in bezug auf (a) die Stationierung von Streitkräften in Deutschland und den Schutz von deren Sicherheit, (b) Berlin und (c) Deutschland als Ganzes einschließlich der Wiedervereinigung Deutschlands und einer friedensvertraglichen Regelung.
- (2) Die Bundesrepublik wird sich ihrerseits jeder Maßnahme enthalten, welche diese Rechte beeinträchtigt, und wird mit den Drei Machten zusammenwirken, um ihnen die Ausübung dieser Rechte zu erleichtern.
Problem 3: Artikel 7 des Bonner Vertrags von 1952:
- (1) Die Bundesrepublik und die Drei Mächte sind darüber einig, daß ein wesentliches Ziel ihrer gemeinsamen Politik eine zwischen Deutschland und seinen ehemaligen Gegnern frei vereinbarte friedensvertragliche Regelung für ganz Deutschland ist, welche die Grundlage für einen dauerhaften Frieden bilden soll. Sie sind weiterhin darüber einig, daß die endgültige Festlegung der Grenzen Deutschlands bis zu dieser Regelung aufgeschoben werden muß.
- (2) Bis zum Abschluß der friedensvertraglichen Regelung werden die Bundesrepublik und die Drei Mächte zusammenwirken, um mit friedlichen Mitteln ihr gemeinsames Ziel zu verwirklichen: ein wiedervereinigtes Deutschland, das eine freiheitlich-demokratische Verfassung ähnlich wie die Bundesrepublik besitzt und das in die europäische Gemeinschaft integriert ist.
- (3) Im Falle der Wiedervereinigung Deutschlands werden die Drei Mächte -- vorbehaltlich einer zu vereinbarenden Anpassung -- die Rechte, welche der Bundesrepublik auf Grund dieses Vertrages und der Zusatzverträge zustehen, auf ein wiedervereinigtes Deutschland erstrecken und werden ihrerseits darin einwilligen, daß die Rechte auf Grund der Verträge über die Bildung einer integrierten europäischen Gemeinschaft in gleicher Weise erstreckt werden, wenn ein wiedervereinigtes Deutschland die Verpflichtungen der Bundesrepublik gegenüber den Drei Mächten oder einer von ihnen auf Grund der genannten Verträge übernimmt. Soweit nicht alle Unterzeichnerstaaten ihre gemeinsame Zustimmung erteilen, wird die Bundesrepublik kein Abkommen abschließen noch eine Abmachung eingehen, welche die Rechte der Drei Mächte auf Grund der genannten Verträge beeinträchtigen oder die Verpflichtungen der Bundesrepublik auf Grund dieser Verträge mindern würden.
- (4) Die Drei Mächte werden die Bundesrepublik in allen anderen Angelegenheiten konsultieren, welche die Ausübung ihrer Rechte in bezug auf Deutschland als Ganzes berühren.
Meine Interpretation: Ich bin nun wahrlich kein Jurist, aber als interessierter und engagierter Staatsbürger leite ich mir folgende Erkenntnisse her:
- militärisch können die Siegermächte in Deutschland machen was sie wollen. Konkret haben wir das im Irak-Krieg mit Kanzler Schröder erlebt, der keine Truppen in den Irak senden wollte, den USA aber auch nicht die Durchflugrechte über Deutschland verbieten
wolltekonnte. - Deutschland muss sich aller Maßnahmen enthalten, die die Rechte der West-Siegermächte aus dem o.g. Vertrag beeinträchtigen könnten. Auch das erleben wir seit vielen Jahren: obwohl juristisch ja sogar unserem Bundesfinanzminister klar ist, dass wir nicht souverän sind, drängte keine bisherige Bundesregierung auf einen Friedensvertrag mit den Siegermächten.
- Die Grenzen Deutschlands sind nicht abschließend geklärt, weil es noch keinen Friedensvertrag gibt. Kein Wunder, dass sich keiner an das Thema heranwagt -- denn wer Frieden will, muss die Grenzfrage klären. Und ja: nicht nur bei den Vertriebenenverbänden spricht man über die Oder-Neiße-Grenze. Selbst der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Weigel hat in den 1980er Jahren noch darüber gesprochen, dass es keinen völkerrechtlich verbindlichen Beschluss gäbe, “das die östlichen Teile des Deutschen Reiches von Deutschland abgetrennt worden sind.“ Im Deutsch-Polnische-Grenzvertrag vom 14.11.1990 hat Deutschland zwar alle Ansprüche auf die östlichen Ländereien des Deutschen Reiches aufgegeben, ob diese Abtretung aber im Sinne der Bonner Verträge und der eingeschränkten Souveränität überhaupt möglich war, bleibt fragwürdig.
Mein Fazit: Was ich vor wenigen Tagen in der Rubrik “Verschwörungstheorie” gebucht hätte, kristallisiert sich langsam als eine Wahrheit heraus. In der Schule lernen unsere Kinder, dass der 2+4 Vertrag ein Souveränitätsvertrag sei -- de facto ist er es aber nicht, was unser Bundesfinanzminister (s.o.) ja im Jahre 2011 bestätigt hat. Problematisch finde ich in diesem Kontext auch, dass eine Diskussion dieser Angelegenheit kaum möglich ist. Wenn Begriffe wie “Oder-Neiße-Linie” oder ”Deutsches Reich” fallen, schnappen gerne schnell die Beißreflexe bei uns braven Deutschen zu - ein Wort genügt und die geistige Klappe fällt. Der Status Deutschlands bleibt somit ungeklärt… und wird sich wohl auch nicht so schnell klären. Danke Wolfgang, für einmal Klartext.
Ausblick: wer eine amtliche Antwort zur Frage “sind wir in Deutschland souverän” haben will, mag meine Anfrage an den Sprecher der Bundesregierung im Auge behalten.
Update, 13.12.2011
Da unser Regierungssprecher via Twitter zwar viel erzählt aber leider nicht auf Anfragen des Souveräns antwortet, habe ich direkt beim Bundesfinanzministerium nachgefragt, was unser Minister wohl gemeint haben könnte. Stay tuned.
Maxdome kastriert Settop-Boxen
Montag, Oktober 17th, 2011Heute kam bei mir Post von Maxdome an. Wer den Laden nicht kennt: Maxdome ist die Online-Videothek von 1und1 ProSiebenSat1.
Die Damen und Herren schreiben mir, dass ich mich demnächst über eine schicke neue Bedienoberfläche meiner Fritz!Mediabox 8020 freuen kann. Wer besagte Fritzbox nicht kennt: die Fritzbox 8020 ist eine Mediastreaming-Box, die per DLNA Videos vom PC auf den Fernseher zuspielt. Das Gerät ist alt und lahm, funktioniert für betagte Röhrenfernseher aber einwandfrei.
Leider will Maxdome mich nicht nur mit einer neuen Programmoberfläche beglücken, sondern zeitgleich auch ein paar Funktionen aus der Settop-Box entfernen!
Leider können im Rahmen der Aktualisierung die Dienste “TV-Center”, “Video”, “Audio”, sowie “Meine Inhalte” nicht weiter unterstützt werden. Das Nutzungsverhalten und Kundenfeedback zeigte, dass diese Dienste nicht mehr genutzt werden. Stattdessen wurde immer häufiger der Wunsch nach einer besseren und moderneren Bedienoberfläche für maxdome geäußert. Wir hoffen, auch Sie mit dem neuen maxdome überzeugen zu können.Und nun die Krönung des Ganzen: der Update-Mechanismus!
Die neuen Einstellungen werden automatisch vorgenommen, eine Softwareaktualisierung ist nicht erforderlich.Im Klartext heißt das: “wir von Maxdome haben erkannt, dass einige Menschen die von uns verkauften Settop-Box nutzen, ohne dass wir daran dauerhaft Geld verdienen können. Und diesen Zustand wollen wir jetzt ändern – ob sie wollen oder nicht.”
Ich habe dieser Änderung natürlich widersprochen. Bin schon gespannt, ob sich die Freunde von Marcel D’Avis mal bei mir melden.
Update, 18.10.2011:
- Sowohl auf Facebook als auch im ip-phone-forum.de wird sich kräftig über Maxdome beschwert. Gut so!
- Maxdome Kundenservice schreibt: Aufgrund von zwingend notwendigen systemtechnischen Umstellungen ist es nicht mehr möglich, die bisher angebotenen Zusatz-Dienste ausreichend zur Verfügung zu stellen. Ebenso ist es unser Ziel, unseren Kunden eine moderne und zukunftsorientierte Oberfläche zu bieten. Deshalb haben wir beschlossen, uns nur noch auf die Entwicklung unseres Kerngeschäfts zu konzentrieren. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen keine anderslautende Information geben können. [...] In unseren AGBs haben wir uns, wie auch der Hersteller AVM, dieses Recht [zur Funktionskürzung] ebenfalls vorbehalten.
Update, 19.10.2011:
- Kundenservice von Maxdome schreibt mir heute: es tut uns leid, dass Sie enttäuscht sind. Wir haben Sie dennoch bereits mehrfach informiert, dass eine Gutschrift für das von Ihnen erworbene Gerät nicht möglich ist. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine weitere Stellung zu dem Sachverhalt nehmen werden.
Update, 26.10.2011:
- Auf Facebook fliegt Maxdome das Update gewaltig um die Ohren. Gut so, nicht locker lassen.
- Im IP-Phone-Forum beschäftigt sich Beitrag #109 damit, wie man die alte Software – zumindest provisorisch – ans Laufen bringen kann.
- Es scheint auch so zu sein, dass die neue Oberfläche auch nichts taugt.
- Im Forum auf digitalfernsehen.de wird der Maxdome-Settopboxen-Software-Skandal ebenfalls thematisiert.
Meine Meinung: Dieses Geschäftsgebaren ist absolut daneben und juristisch fragwürdig. Technisch wäre es aus meiner Sicht durchaus möglich, diese Funktionen beizubehalten – doch damit lässt sich eben kein Geld verdienen. Fazit: Finger weg von Unternehmen, die mit solchen Praktiken ihre Kunden drangsalieren. Möge der Markt es richten, wir Kunden haben es in der Hand.
Ein Blick in die 90er
Freitag, Oktober 14th, 2011Vor ein paar Tagen habe ich im Keller einen Stapel alter Fotos gefunden: Schüleraustausch 1994! Wow, das waren noch Zeiten. Wir trugen komische Sachen, waren 30 Kilo leichter, die WTC-Türme standen noch und alles war irgendwie unkompliziert. Ich kann mit gutem Gewissen sagen: ja, dass war sie – die berühmt-berüchtigte gute alte Zeit.
Den Blick zurück in die 90er gibt’s auf http://ditze.net/gapp-1994
Homecloud-Server
Dienstag, Oktober 11th, 2011GMail rückt die cloudigen Mails an Behörden heraus, manche Clouds leiden bei schlechtem Wetter an Gedächtnisverlust und manchmal gehen Firmen von heute auf morgen kaputt – und mit ihnen “ihre” Cloud. Cloud an sich kann also ziemlich daneben sein, Cloud im Sinne von “ich kann immer an meine Daten” finde ich hingegen toll. Was liegt da näher, als sich einfach selber einen Cloud-Server zu bauen.
Mein Bauvorschlag, die Konfiguration, Erfahrungen und Tipps zum Aufsetzen habe ich auf http://ditze.net/homecloud-server-im-eigenbau/ zusammengefasst.






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