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Exchange 2010 will keine großen Mails empfangen

Sonntag, Februar 19th, 2012

Wenn ich nicht gerade wütend über den Europäischen Stabilitätsmechanismus schreibe, widme ich mich nebenbei auch schon mal den einfachen Dingen des Lebens… zum Beispiel Microsofts Exchange Server 2010.

Das Problem: Mails, die größer als 10 MB sind, werden in der Standardkonfiguration einfach abgelehnt. Die Fehlermeldung des Servers lautet: RESOLVER.RST.SendSizeLimit.Org; message too large for this organization

Die Lösung ist recht simpel, ein Parameter will in der Exchange Verwaltungskonsole neu gesetzt werden: Set-TransportConfig -MaxReceiveSize 150MB -MaxSendSize 150MB

Das war’s schon.

Erfahrungen mit dem Exchange 2010 PST Import

Donnerstag, Januar 19th, 2012

Microsoft Exchange 2010 bietet die Möglichkeit, über die Serverkonsole Outlook-PST-Dateien in das reguläre Postfach oder das persönliche Archiv-Postfach zu importieren. Das Archiv-Postfach – was seit Exchange 2010 SP2 auch wirklich funktioniert – versetzt den Server erstmals in die Lage, nahezu unbegrenzt Mails pro Nutzer zu archivieren. Das ist doch mal was.

HowTo:

  • Shellkommando für den “robusten” Import einer PST ins Archiv des Nutzers:
    New-MailboxImportRequest -Mailbox user1 -IsArchive -BadItemLimit 2147483640 -AcceptLargeDataLoss -FilePath \\exchange\temp\archiv1.pst
  • Shellkommando für die Anzeige aller Import-Jobs:
    Get-MailboxImportRequest
  • Shellkommando zum Löschen aller erledigten Import-Jobs aus der Queue:
    Get-MailboxImportRequest -Status Completed | Remove-MailboxImportRequest
  • Shellkommando zum Löschen der gesamten Queue:
    Get-MailboxImportRequest | Remove-MailboxImportRequest

Erfahrungen:

  • Vor dem Import einer PST-Datei sollte in jedem Fall scanpst auf die Datei angewandt werden. Das Programm liegt standardmäßig hier: c:\Program Files (x86)\Microsoft Office\Office14\scanpst.exe
  • Trotz scanpst bleiben in Uralt-PST-Dateien gerne ein paar fehlerhafte Elemente zurück. Damit der Import dennoch klappt, muss der Parameter BadItemList und AcceptLargeDataLoss aktiviert sein. Damit riskiert man zwar, dass nach dem Import ein paar Mails fehlen… aber immerhin bekommt man den Großteil der Mails so überhaupt ins Archiv.
  • PST-Files können nicht direkt aus dem Dateisystem sondern nur über eine Netzwerkfreigabe importiert werden. Immerhin darf die Freigabe aber auch auf dem Exchange-Server liegen.
  • Das persönliche Archiv taucht nur dann im Outlook-Client auf, wenn AutoDiscovery im Netzwerk sauber konfiguriert ist. Das jedoch scheint gefühlt bei jedem zweiten Exchange-Admin nicht der Fall zu sein. Um trotzdem ans Archiv zu kommen, bleibt dann nur der Weg über den OWA. Dort ist das Archiv korrekt eingebunden – auch ohne Autodiscovery.
  • Falls der Import nicht starten will, muss dem Administrator möglicherweise erst noch die Import-Export-Rolle zugewiesen werden. Dafür nutzt man am Besten den Benutzereditor für die rollenbasierte Zugriffssteuerung aus der Toolbox der Exchange Management Console.

iPad2 verbindet sich nicht mit Exchange 2010

Freitag, Januar 6th, 2012

Die Situation: Ein iPad2 (iOS5.01) soll mit einem lokalen Exchange 2010 Server verbunden werden. Doch statt Mails kommt auf dem iPad nur eine Fehlermeldung an: Accountinformationen konnten nicht überprüft werden. Die Fehlermeldung kommt, obwohl man selbstverständlich das richtige Passwort eingegeben hat.

Die Lösung: bei einem frisch aufgesetzten Exchange 2010 auf Windows Server 2008 R2 fehlt standardmäßig das Serverfeature RPC-über-HTTP-Proxy.

  • Schritt 1: das Serverfeature RPC-über-HTTP-Proxy installieren
  • Schritt 2: in der IIS Managementkonsole für die Default Website im Bereich IIS auf Authentifizierung klicken
  • Schritt 3: dort die Verfahren Standardauthentifizierung und Windows-Authentifizierung aktivieren, die restlichen Verfahren deaktivieren

That’s it. Anschließend authentifiziert sich das iPad anstandslos gegen den Exchange und fängt fleißig mit dem Sync an.

Dieser Artikel ist Teil meines Homecloud-Server-Projekts.

Homecloud-Server

Dienstag, Oktober 11th, 2011

GMail rückt die cloudigen Mails an Behörden heraus, manche Clouds leiden bei schlechtem Wetter an Gedächtnisverlust und manchmal gehen Firmen von heute auf morgen kaputt – und mit ihnen “ihre” Cloud. Cloud an sich kann also ziemlich daneben sein, Cloud im Sinne von ich kann immer an meine Daten” finde ich hingegen toll. Was liegt da näher, als sich einfach selber einen Cloud-Server zu bauen.

Mein Bauvorschlag, die Konfiguration, Erfahrungen und Tipps zum Aufsetzen habe ich auf http://ditze.net/homecloud-server-im-eigenbau/ zusammengefasst.

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